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Die Schinkel Progressive Residency wurde 2003 gegründet und wird derzeitig vom Projektlaboratorium Zentralbuero in Berlin getragen.
Unter der Fragestellung what's next? wendet sich das internationale Schinkel-Progressive Residency-Programm im Selbstverständnis eines interdisziplinären Laboratoriums vor allem an junge Architekten, Künstler, Designer, Kuratoren (und im Einzelfall auch an Ökonomen) und bietet ihnen die Möglichkeit, sich in einem Zeitraum von bis zu drei Monaten mit persönlichen Positionen ihres jeweiligen Mediums bzw. Themenbereichs auseinanderzusetzen.
Kurativ greift das Programm Fragen des Urbanen, des Räumlichen und Architektonischen, des Bildes, der Oberfläche, der virtuellen und körperlichen Materialität, der Arbeit mit neuen Technologien und Medien, des Serienprodukts und auch der Selbstvermarktung als Künstler auf.
Karl Friedrich Schinkel und heute
Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) ist der bedeutendste und bekannsteste deutsche Architekt des 19. Jahrhunderts, der eine ganze Epoche prägte und dessen Arbeit über den essentiellen Einfluss auf das Werk Mies van der Rohes bis weit in unsere Gegenwart und unseren alltäglichen und urbanen Raum hinein wirkt. Schinkel reflektierte in seinen Werken die enge Verbindung von Architektur und Bildender Kunst, von Wissenschaft, theoretischer Lehre und Praxisnähe. Sein Schaffen war geprägt vom ständigen Reiz und der Suche nach dem Neuen und dem Ideellen. Bis hin zur Provokation seiner eigenen Auftraggeber.
Diese unstete, provokative und progressiv-ideelle Natur, die interdisziplinäre Dimension seines Werks und die Konsequenzen die sich daraus bis heute ergeben, bilden einen ideellen, aber inhaltlich undogmatischen Hintergrund des Programms. Der Bezug auf Schinkel im Rahmen der Residency meint nicht in erster Linie die historischen Leistungen dieser Figur, sondern vielmehr die Art und Weise seines Wirkens, Arbeitens und seines Selbstverständnisses als Architekt und Künstler innerhalb eines konkreten kulturell-ökonomischen Kontextes.
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